Heute
Tiere
Nicht nur die Menschen, auch die Tiere kennen die verschiedenen Erden. So nutzen Elefanten sie beispielsweise als Schlammbäder, verschiedene Antilopenarten und Pekaris als Futterergänzung.
Zu den geophagen Tieren zählt man unter anderem Regenwürmer, Doppelfüßler und Zweiflüglerlarven. Sie ernähren sich von Erde bzw. organisch angereichertem Mineralboden und können Tonmineralien im Darm aktivieren und Ton-Humus-Komplexe bilden, die ausgeschieden werden und die Bodenfruchtbarkeit verbessern.
Das Verzehren von Lehm und Erde - ist auch bei vielen Wirbeltieren, die sich von Samen, Blüten oder Früchten ernähren, gang und gäbe. Im südamerikanischen Amazonas-Gebiet wurden Affen, Tapire, Peccaries, Rotwild, Guans, Currassows und Chachalacas beim Lehmfressen beobachtet, in Zentralafrika auch Schimpansen, Berggorillas und Waldelefanten. Die Waldelefanten legen oft fußballfeldgroße Lichtungen auf lehmhaltigem Boden an und suchen diese Halden täglich zum Lehmkonsum auf. Lehm ist für die Elefanten eine wichtige Quelle für wertvolle Mineralien wie Natrium, Magnesium, Kalium, Calcium und Eisen.
Papageien und andere Pflanzenfresser befreien ihre Nahrung durch das Essen von Erde teilweise von bitter schmeckenden oder giftigen Bestandteilen.
Doch auch zur naturheilkundlichen Behandlung von Tieren ist die Erde bestens geeignet. Vor allem bei Störungen des Magen-Darm-Traktes und der Haut kann die Erde bei allen Tierarten eingesetzt werden. Schon Kneipp erzielte besonders bei Pferden und Kühen glänzende Erfolge, und wendete den Lehm auch erst dann beim Menschen an.




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