Heute
In allen Kulturen auf der ganzen Welt begleitet Erde die Menschen. Heute entdecken die Menschen in Europa die heilende Kraft der Erde wieder neu.
Erdesser (Geophagen)
Erdesser - auch Geophagen genannt - findet man sowohl im Tierreich, als auch bei den Menschen.
Beim Menschen kann es sich zum einen um eine krankhafte Eßgewohnheit handeln, doch das Essen von Lehm oder Erde wird unter bestimmten Umständen auch von einigen Naturvölkern praktiziert. Es dient in erster Linie der Entfernung von Giften aus der Nahrung, denn Erde bindet unerwünschte Begleitstoffe u.a. auch bestimmte giftige sekundäre Pflanzenstoffe, aus dem Speisebrei. Das Essen von Erde ist eine über den ganzen Erdball verbreitete Sitte und wird besonders in Südamerika, China und Indonesien geübt.
Einige Indianervölker Südamerikas essen beispielsweise während Hungersnöten an sich ungenießbare Kartoffelarten. Durch den gleichzeitigen Verzehr von Erde werden die in den Kartoffeln enthaltenen Giftstoffe unschädlich gemacht.
Frauen auf Borneo dagegen nutzen die Kräfte der Erde auch um die Fruchtbarkeit zu fördern oder Fehlgeburten vorzubeugen. Hier kann die Heilerde auf Märkten, in Form von kreideähnlichen Stücken, gekauft werden.




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