Damals

Emanuel Felke (1856-1926)

Emanuel Felke war ein Pastor, der bereits durch sein Elternhaus geprägt einen Sinn für die Heilkunde entwickelte. Schon sein Vater, ein Dorfschullehrer, beschäftigte sich nebenbei gerne mit homöopathischen Fragen; seine Mutter war eine Pastorentochter. So werden schon in der Jugendzeit Unterhaltungen an das Ohr und in die Vorstellungswelt des Kindes gedrungen sein für die drei großen, sich berührenden und überschneidenden Bereiche, die später das Leben des Mannes erfüllten: Seelsorger, Naturarzt, Erzieher.

Kurz nach der Eröffnung des Jungborns durch Adolf Just besuchte Pfarrer Felke die Kuranstalt. Behandelte er auch bisher in seinem Pfarrhaus viele Patienten mit Homöopathie, so wendete er nun (nachdem er Justs Buch kannte) auch vielfach Lehmumschläge an und gründete später einen eigenen Jungborn in Bad Sobernheim. Durch den guten Erfolg stieg die Zahl der Patienten stetig an und Felke trug besonders viel zur Verbreitung der Lehmanwendung bei. Zur Felkekur seien selbst Gäste vom englischen oder russischen Hof gekommen. Die Kombination aus „Geistlicher“ und „Heilkundiger“ verlieh ihm schon schnell den Titel „Lehmpastor“.

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