Damals
Adolf Just (1859-1936)
Auch Adolf Just gilt als der Pionier der Naturheilkunde. Trotz der vielen Erfolge, die Stumpf und andere Ärzte mit Bolus erzielten, war es letztendlich Just, der sich in Wort und Schrift tatkräftig für die Bedeutung der Heilerden einsetzte.
Durch eifriges Nachdenken und Beobachten im Zuge der Selbsthilfe gegen ein quälendes Nervenleiden (mittels Kneippscher Wasseranwendungen) kam Just schon in jungen Jahren zur Ansicht, dass Erde unser wichtigstes Heilmittel ist.
Als er 1896 im Harz den Jungborn (eine Kuranstalt für naturgemäße Heilweise) gründete, wurde ihm nach einem Hundebiss schon bald die Gelegenheit geboten, Erde (Lehm) als Heilmittel an sich selbst auszuprobieren. Durch die Anwendung von Erdauflagen heilte die Wunde innerhalb von etwa zwei Wochen vollständig und narbenlos. Selbst der vom Arzt prophezeite Wundstarrkrampf blieb aus, denn Just hatte bereits erkannt, dass man nicht jede beliebige Erde verwenden darf. Für das beste hielt er milden Lehm, der aus größerer Tiefe stammt und somit praktisch steril sei.




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