Damals
Wer das erste Mal etwas von den vielseitigen und zeitgemäßen Wirkungen von Heilerden hört, könnte wirklich meinen, dass man sich Ihrer erst seit neuerer Zeit bedient. Doch weit gefehlt - denn Erde ist eines der ältesten Heilmittel überhaupt. So wussten schon die alten Ägypter, Hippokrates, als auch Felke, Just, Kneipp und Stumpf von der Kraft der heilenden Erde, und es ist erstaunlich, wie man schon damals die einzelnen Erden in ihrer Eigenart und Wirkungsweise gegeneinander abgegrenzt hat.
Ägypter (ca. 2000 v.Chr.)
Bereits ca. 2000 v.Chr. benutzten die Ägypter Erde als Gegengift bei giftigen Bissen und Stichen sowie bei Vergiftungen. Auch frische Wunden, Geschwüre und Geschwülste behandelten sie damit, und zur Behandlung zahlreicher Hautkrankheiten griff man schon damals auf den Nilschlamm zurück. Selbst die Pharaonen wussten die therapeutische Wirkung zu schätzen und ließen sich Erde gegen Gliederschmerzen und Rheuma verabreichen. Griechen und Römer haben das übernommen. Teilweise wurden Heilerden teurer gehandelt als Gold.




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